Manja Ratmann

Manja Ratmann absolviert im Jahr 2016/17 ihren Freiwilligendienst im Krankenhaus in Samaná in der Dominikanischen Republik. Sie hat beim Verfassen ihres Zwischenberichtes einen kreativen Schub genutzt und diesen in einem Gedicht verpackt:

Samaná. Ein Zwischenbericht

Im Grunde bin ich seit kurzem erst hier

und doch fühlt es sich ewig lang an,

seit in Berlin ich das letzte Mal

aus der heimischen Türe kam.

 

Im traurigen Monat September war's

Die Tage wurden trüber,

Der Wind riss von den Bäumen das Laub,

Ich flog in die DomRep hinüber.

 

Und als ich die spanische Sprache vernahm,

Da ward mir gar seltsam zumute

Ich hab die Berliner Schnauze so gern

Ohne sie ist’s als ob ich verblute.

 

Doch auch ohne ihr fühl' ick mir wohl,

Denn ich habe hier tolle Menschen

Beinah’ immer und immer um mich herum

Solche kann ich auch Euch nur wünschen!

 

Den ganzen Tag, von morgens früh an,

Bin ich dann umgeben

Von Menschen, Tieren und unglaublich viel Lärm,

Doch das lässt sich wohl nicht beheben.

 

Nur ganz früh in der Morgenstund',

Da habe ich meine Ruhe

Und schaue mir die Sonne an,

Wie sie wandert ganz ohne Schuhe.

 

Dann bin ich draußen, mache Sport

Yoga für's Wohlbefinden

Flink unter die Dusche, ich esse noch,

Bevor ich die Scrubs muss binden.

 

Nun geht es los zum Krankenhaus,

Ab in die Notaufnahme.

Die Gänge sind leer, die Liegen auch,

Doch Böses ich ganz schnell ahne.

 

Der Schockraum ist voll als ich komm' herein,

Gleich muss ich ganz schnell rennen!

Spritzen, Kanülen, alles muss her,

Bevor sie für immer wegpennen.

 

Furchtbare Dinge sieht man hier,

Ganz besonders große Blutmengen,

Grad’ bei Unfällen, die ganz oft passier'n,

Wenn Menschen sich zu sehr drängen.

 

Doch meistens ist es nicht so schlimm,

Da hat man viele Routinen:

Handschuhe, Spritzen und Diclofenac,

Man muss sich die Pause verdienen.

 

Am Wochenende zieh’n wir zum Strand,

Und machen viele Ausflüge.

Wasser, Palmen, Grotten und Sand

Gibt es hier nur zu genüge.

 

Neulich sind wir sogar zum Möbelhaus

Nach Santo Domingo gefahren.

Dort was es beinahe wie Zuhaus'!

Wir gingen mit zahlreichen Waren.

 

Verbessern möchte ich mein Spanisch noch,

Das Ziel werd' ich schon erreichen.

Ansonsten fällt mir grade nichts ein,

Was weiter ich hätte zu beichten.

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