Ein Freiwilliges Soziales Jahr in Finnland

Luca Heinrichs

Luca Heinrichs absolvierte ein Jahr in Finnland und hat für uns sein Jahr Revue passieren lassen und uns seine Erfahrungen mitgeteilt.

Einleitend möchte ich an meine Erwartungen und Gedanken zurück denken, mich daran erinnern wie Ich vorbereitet wurde und welchen Stellenwert FreiWerk in meinem Auslandsjahr hatte.

 Vor Beginn meiner Reise hatte Ich große Vorfreude und konnte es kaum erwarten, ins Ausland zu reisen und dort für ein Jahr zu leben. Durch die Vorbereitungsseminare wurde diese Vorfreude noch weiter bestärkt, durch das Kennenlernen meiner Mit-Freiwilligen im finnischen Ausland. Bei den Vorbereitungsseminaren wurde Ich aber auch auf mögliche Probleme, oder schwierige Phasen in meinem Auslandsjahr vorbereitet. Ich konnte mir jedoch noch gar nicht vorstellen, wie es sein würde tatsächlich weg zu sein und in der anderen Kultur zu leben. Kulturschock? Hast du niemals, dachte ich mir, da Ich schon öfter im Ausland war und mich jedes Mal wohl gefühlt habe, mehr noch, Ich hatte Fernweh, wenn Ich wieder zuhause war.

 Als es Dann endlich soweit war und mein Jahr endlich anfing, war wie Erwartet erstmal die Motivation riesen groß, und durch eine wunderbare Einsatzstelle mit netten Mitarbeitern, darüber hinaus einer gut funktionierenden WG, blieb mein Wohlbefinden groß. Auch mit der finnischen Kultur konnte Ich mit gut anfreunden, Ich merkte die Unterschiede zur deutschen Kultur lange nicht, und würde auch heute noch sagen, dass die finnische Kultur sich nicht sehr von der Deutschen unterscheidet. Mit der etwas zurückhaltenderen Art der Finnen kam Ich gut zurecht, außerdem wurde in meiner Arbeitsstelle, der deutsch-finnischen KiTa, deutsch gesprochen und ich hatte bis auf drei Finninnen nur deutsche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Das FreiWerk hat in meinem Jahr in so Fern eine sehr große Rolle gespielt, als das alles so perfekt vorbereitet war, dass ich keine Schwierigkeiten hatte mich Ausland zu Recht zu finden. Die Arbeitsstelle war gut, mein Mitbewohner war gut, ebenso die anderen FreiWerk Freiwilligen im Ausland. Das Zwischenseminar war demnach eine wunderbare Woche, da man auf den Vorbereitungsseminaren bereits neue Freunde gefunden hatte und diese wiedersehen konnte. Darüber hinaus konnte Ich so eine Woche dem doch sehr kalten finnischen Winter entfliehen.

Insgesamt lässt sich sagen, dass ich mich das ganze Jahr über wohl gefühlt habe und nun, da ich wieder zuhause bin das Ausland vermisse und das einfache finnische Leben. Klar ist es schön seine Freunde wieder zu sehen, aber es ist auch Schade, dass man den meisten nie zeigen kann, wo man eigentlich das ganze Jahr gewesen ist und was man erlebt hat.

 Um einen besseren Einblick in mein Projekt zu schaffen werde Ich kurz die Rolle des Freiwilligen im Projekt aufführen und meine persönliche Ansichten auf das Team und die Einsatzstelle darlegen.

 Das Spielhaus ist eine deutsch- finnische KiTa mit drei Gruppen, den Zwergen(1-3 Jahre), den Riesen(3-6Jahre) und der Vorschule (6-7Jahre). Dabei sind in der Riesengruppe die meisten Kinder, dort war Ich der Freiwillige. Als Freiwilliger bei den Riesen sind die Tätigkeiten: Kinderbetreuung, Bastelarbeit mit und ohne Kinder, Vorbereitung von eigenem Programm (nur auf eigenen Wunsch) und das regelmäßige Putzen des Badezimmers, des Esszimmers und zweimal im Jahr des Spielzeugs. Ich persönlich kam mit all diesen Tätigkeiten gut zurecht, da es zum einen nicht zu wenig Zeit mit den Kindern war, das heißt die Zeit mit den Kindern war für mich immer am schönsten und davon gab es reichlich. Und zum anderen waren die Arbeitskollegen immer sehr dankbar über alle Tätigkeiten die man ihnen abnehmen konnte, damit sie Ausflüge, Geburtstag etc. planen konnten.

In der Riesengruppe war Ich mit drei Erziehrinnen die mich von Anfang an im Team integriert haben und als volles Mitglied der Gruppe gesehen haben. Auch persönlich habe Ich mit Ihnen sehr gut verstanden. Im Spielhaus gibt es noch 5 weitere Erzieher, davon sind drei in der Zwergengruppe, einer in der Vorschule und die letzte ist die Leiterin des Spielhauses.

 Alles in allem habe Ich mich in der Einsatzstelle immer wohl gefühlt und hatte den Eindruck geschätzt zu werden und ein festes Mitglied im Team zu sein. Auch durch eine gute Verständigung mit allen Mitarbeitern hat mir meine Arbeit sehr viel Spaß gemacht und Ich bin gerne jeden Morgen zur Arbeit gegangen und sich zu verabschieden war dementsprechend schwer. Ich würde die Einsatzstelle jedem empfehlen der nach einem FSJ sucht und gerne mit Kindern arbeitet!

 Als nächstes werde Ich die Lebenssituation vor Ort darstellen und wie sich mein Leben in Finnland außerhalb der Arbeitszeit gestaltet hat.

 Der Kindergarten befindet sich im Zentrum der Stadt Kerava, die sich mit dem Zug 30 Minuten entfernt von Helsinki befindet. Mit dem anderen Freiwilligen habe Ich sehr viel Zeit meiner Freizeit verbracht, so haben wir zum Beispiel einen Wanderausflug gemacht oder waren zusammen Schlittschuh fahren oder Fußball spielen. An den Wochenenden waren wir abends häufig in Kerava oder Helsinki unterwegs. Darüber hinaus habe Ich in Finnland zwei sehr große Festivals besucht mit fantastischer Musik.

Insgesamt stehen einem in Finnland viele Freizeitmöglichkeiten zur Verfügung, nur im Winter ist es schwer sich dazu zu motivieren etwas zu unternehmen.

 Im Rückblick auf das ganze Jahr kann ich nur an positive Erfahrungen denken, besonders die Arbeit mit den Kindern hat mich für mein weiteres Leben geprägt. Denn durch die positive Erfahrung habe ich mich für ein Studium auf Grundschullehramt entschieden.

 

 

 

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