Freiwilliges Soziales Jahr in Griechenland

Leon Hegemann

Leon Hegemann absolviert seinen Freiwilligendienst 2016/17 in der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache in Nord- und Mittelgriechenland mit Sitz in Thessaloniki. Vor Weihnachten schrieb uns Leon seine Erfahrungen der ersten Auslandsmonate:

Nach knapp 4 Monaten melde ich mich nun mit einem ersten Zwischenbericht.

Vier Monate bin ich jetzt schon hier und mittlerweile ist das Leben im Ausland langsam zur Normalität geworden. Trotzdem entdeckt man jeden Tag etwas Neues und die griechische Mentalität und Lebensweise, öffnet sich dir jeden Tag ein bisschen mehr.

Am 25. August sind wir zur viert nach Thessaloniki aufgebrochen. Wir alle sind Freiwillige des DRKs und haben unsere Einsatzstellen in und um Thessaloniki. In der ersten Woche, in welcher wir alle noch nicht arbeiten mussten, haben wir in unserer Wohnung, also in der Wohnung Freiwilligen aus der Gemeinde gewohnt und haben die Zeit genutzt bei 30 Grad die Stadt zu erkunden. Und Thessaloniki hat wirklich einiges zu bieten. Natürlich nutzten wir das Wetter aus und besuchten des Öfteren in der Woche den Strand im nahegelegen Perea, welches vom Weißen Turm dem Wahrzeichen der Stadt Thessaloniki bequem mit der Fähre zu erreichen ist.

Nach einer Woche sind die beiden anderen Freiwilligen zu ihren Einsatzstellen gezogen. Zur gleichen Zeit begann für meine Mitbewohnerin und Mitfreiwilligen und mich die Arbeit in der Gemeinde, wir wurden herzlichst empfangen und natürlich ausgiebig ausgefragt. Die Gemeinde, welche hauptsächlich aus Frauen besteht, ist sehr nett. Da die Gemeinde gerade aus der Sommerpause kam, wurden die folgenden Wochen genutzt die Gemeinde wieder Startklar für eine neue Saison zu machen.

Das erste Highlight ließ auch nicht lange auf sich warten: Mitte September wurde die neue Saison mit einem Gottesdienst und anschließendem Miteinander auf der Dachterrasse des Deutschen Generalkonsulats eröffnet. Es war wirklich sehr schön und die Aussicht über die Promenade und weite Teile der Bucht inklusive des Weißen Turms war beeindruckend. Neben der Arbeit nutzen wir die Zeit auch um unsere Wohnung nach unserem Geschmack zu gestalten und erkundeten natürlich die Stadt. Im Oktober besuchte ich dann den Freiwilligen des DRKs auf der Insel Thassos wo wir mitten im Oktober noch einmal ins Meer sprangen.

Das Nächste große Event, welches auf dem Plan stand war der halbjährige Flohmarkt in der Gemeinde - dieser benötigte natürlich einiges an Vorbereitung. Der zweitägige Flohmarkt war ein voller Erfolg und die Massen an Sachen, die wir in die Gemeinde gebracht hatten, fanden nach und nach einen Abnehmer. Am Sonntag war das entstandene Chaos dank vieler Helfer schnell beseitigt.

Nach dem Flohmarkt ist vor dem Basar: der Weihnachtsbasar, welcher seit nunmehr 40 Jahren von der Gemeinde ausgerichtet wird und immer am ersten Advent stattfindet, rückte immer näher und dieser besagte Basar, ist DIE Veranstaltung für unsere Gemeinde. Ort des Geschehens ist die Deutsche Schule Thessaloniki und der Platz wird auch für die Vielzahl an Verkaufs- und Verzehrständen inklusive Tombola Lkw, Musik- und Kinderprogramm benötigt. In den Wochen bevor der Basar stattfindet, stellten wir Marmelade und verschieden Weihnachtsleckereien her. Und unmittelbar in der Basarwoche findet viel Organisation und Aufbau statt. Am Tag des Basar lief dann fast alles wie von selbst und jeder wusste was er zu tun hatte. Wir Freiwilligen organisierten das Kinderprogramm und ich verlieh Kaspar im Kasperletheater höchst persönlich meine Stimme. Obwohl das Wetter leider nicht mitspielte, war der Basar wirklich gelungen und alle zogen ein positives Fazit. In der Folgewoche betrachteten wir noch einmal den Basar und bei dem Adventsfest in der Gemeinde wurde den Helfern gedankt und gemeinsam die Adventszeit eingeläutet.

Nun haben wir schon den vierten Advent und Weihnachten steht so gut wie vor der Tür. Und ich blicke auf 4 sehr ereignisreiche Monate zurück. Ich kann sagen, dass Thessaloniki und die Gemeinde zu einer zweiten Heimat geworden sind und auch die griechische Sprache wird von Tag zu Tag verinnerlicht.

Auch dank des Sprachkurses, wo wir viele Ausflüge machen, lerne ich die Stadt und ihre Facetten immer wieder neu kennen. Auch das „alleine leben“ klappt immer besser, auch wenn einem erst bewusst wird, was ein Haushalt bedeutet, wenn man ihn selber zu führen hat.

Natürlich gab es auch immer wieder kleine Rückschläge, so mussten wir schon einmal 2 Tage ohne Strom verbringen. Aber alles in allem war es bis jetzt eine wirklich sehr schöne Zeit hier in Thessaloniki.

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