Freiwilliges Soziales Jahr in der Dominikanischen Republik

Jonathan Krist

In der Dominikanischen Republik im Städtchen Samaná arbeitet Jonathan Krist im Bereich Social Media in der Fundación Aldeas de Paz von 2016 bis 2017. Wir haben ihn gebeten, uns einen Erfahrungsbericht anzufertigen und zu berichten, wie er die dominikanische Kultur und seinen Alltag bisher erlebt hat:

4 ganze Monate befinde ich mich nun schon in der dominikanischen Republik. Unfassbare 100 Tage sind schon vergangen. Ohne es zu merken fliegt die Zeit hier in Samaná an mir vorbei.

Ich arbeite in der Fundacion Aldeas de Paz („Friedensdörfer“) im Social Media Bereich. Mein Aufgabenfeld ist damit breit gefächert und es wird mir nie langweilig.

Zu meinen alltäglichen Aufgaben gehört das Dokumentieren der Arbeit, die unsere Organisation vor Ort leistet. Das bedeutet vor allen Dingen immer eine Kamera im Gepäck zuhaben. Diese bekommen wir Freiwilligen mitsamt Stativ und Mikrofon gestellt. Das aufgenommene Material muss später auch noch editiert werden. Das dauert seine Zeit, wer aber Spaß daran hat mit Adobe Premiere/Photoshop und ähnlichen Programmen zu arbeiten, wird gar nicht merken wie sie vorüberzieht, das bestätigen mir zu mindestens meine eigenen Erfahrungen.

Darüber hinaus muss die Facebookseite der Organisation gepflegt, ein monatlicher Newsletter verfasst und Recherche zu unterschiedlichen Themen betrieben werden. Wir bieten sowohl einen Computerkurs als auch einen Englischkurs für Einheimische an, den sie unentgeltlich, zweimal die Woche, wahrnehmen können. Wir bereiten alle Materialien und Inhalte des Unterrichts selber vor, eine Menge Arbeit, aber die Motivation der Teilnehmer motiviert auch uns „Lehrer“ ungemein.

Im letzten Monat habe ich begonnen in einen intensiven Dialog mit einem Unternehmen zu treten, das von uns beauftragt worden ist eine modernere Webpage zu entwerfen und damit unsere Internetpräsenz zu verbessern. Gerade diese Arbeit empfinde ich als äußerst spannend und vielseitig. Obwohl ich nicht selber Veränderungen im Design vornehme, darf ich mir Designvorschläge überlegen, den Fachleuten vorlegen und mit Ihnen über diese diskutieren. So wirke ich direkt am Aufbau der neuen Seite mit, eine Aufgabe die ich mir zu Beginn meines Aufenthaltes niemals vorgestellt hätte. Mein Bereich bietet viele Facetten und so wird der Alltag immer wieder durch neue, vielschichtige Entfaltungsmöglichkeiten durchbrochen.

An den Wochenenden machen wir häufig Ausflüge in andere Städte oder zu Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Natürlich dürfen dabei die regelmäßigen Besuche an den Traumstränden nicht fehlen und von denen gibt es mehr als genug.

Neben der Arbeit lässt sich also auch das Freizeitleben in der Karibik genießen. Besonders schön ist das Zusammenleben mit den anderen Freiwilligen. Wir sind eine große Gemeinschaft von insgesamt 14 Freiwilligen, darunter 8 „Rotkreuzler“, wie wir meistens von Manfred, dem Organisationsleiter, genannt werden. Wir haben das Privileg ein Jahr an diesem wunderschönen Ort zu bleiben, während andere Freiwillige nur einige Monate bleiben. Es entstehen enge Freundschaften zu Personen aus der ganzen Welt, doch leider musste ich mich auch schon von einigen verabschieden, die zurück in ihre Heimat gegangen sind.

Der Kontakt zu diesen Menschen bleibt zum Glück und es kommen immer wieder neue Freiwillige an, sodass nie ein Mangel an interessanten Gesprächen oder lustigen Erlebnissen herrscht. Der Kontakt zu Einheimischen ist mir gerade am Anfang schwer gefallen. Dies lag wohl hauptsächlich an meinen geringen Spanischkenntnissen, die ich jedoch mithilfe der von der Organisation angebotenen Sprachkurse und der App „Duolingo“ verbessern konnte. Dadurch fällt es mir schon viel leichter Kontakte zu knüpfen oder mich mit Menschen auf der Straße oder beim Einkaufen zu unterhalten. Trotz alledem ist die Sprachbarriere die größte Hürde meines bisherigen Aufenthaltes gewesen. Es erfüllt mich jedoch immer wieder mit Zuversicht und Freude, wenn ich mich mit Dominikanern in meiner Freizeit treffen und unterhalten kann.

Ich freue mich auf die weitere Zeit, die ich in Samaná verbringen darf, auf die vielen weiteren Projekte die ich zusammen mit anderen Freiwilligen entwickeln werde und am meisten freue ich mich darauf weitere unvergessliche Erfahrungen zu sammeln.

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